Wo
heute Carolinensiel liegt, befand sich noch vor
wenigen Jahrhunderten ein Ausläufer der Nordsee. Die
Harlebucht erstreckte sich zwischen dem heutigen
Neuharlingersiel und Minsen bis kurz vor Funnix und
Werdum. Um 1500 begann man mit der systematischen
Landgewinnung durch Eindeichung. Stück für Stück wurde
der Nordsee neues, fruchtbares Marschland abgerungen.
Im Jahr 1729 wurde die Eindeichung des Carolinengroden
abgeschlossen. Wo die Harle auf den Deich traf,
wurde ein Sielhafen angelegt, der heutige Museumshafen.
Durch das Siel unter der Brücke konnte das Binnenwasser
bei Ebbe ins Meer abfließen.
Carolinensiel entwickelte sich zum wichtigsten Hafen im
nördlichen Ostfriesland. Durch den Bau des neuen Deichs und der
Friedrichsschleuse im Jahr 1765 war er als einziger
ostfriesischer Sielhafen vor Sturmfluten geschützt. Der Bau
eines offenen Siels und einer Klappbrücke an der
Friedrichsschleuse ermöglichte es den Segelschiffen, den alten
Hafen problemlos zu erreichen. |